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Sozialgericht
stärkt die Rechte von Schmerzpatienten.
Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer
schmerztherapeutischen Klinik
behandelt zu werden,
er
muß
also nicht
irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren
sondern kann unter Hinweis auf das Urteil
gleich Widerspruch einlegen.
Hier
gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die
Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile
rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
Ein kleiner Eindruck von Bad
Mergentheim:

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http://www.arthritis-information.de Arthrose:
http://www.1-arthrose.de
Armschmerzen:
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Bandscheibenvorfall:
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Borreliose:
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Informationen über
Schmerzerkrankungen

PRIMÄRE GESICHTSSCHMERZEN
primäre Gesichtschmerzen
Nicht selten wird das Wort
Gesichtsschmerzen nur mit einem s geschrieben (Gesichtschmerzen).
Der Begriff "primäre Gesichtsschmerzen" beschreibt eine eigenständige
Erkrankung, d.h. diese Gesichtschmerzen stellen kein Symptom
(= Krankheitszeichen)
einer anderen Erkrankung dar, so z. Gesichtsschmerzen bei einer
Kieferhöhlenentzündung,
oder bei Affektionen (= Störungen, Erkrankungen) eines
Kiefergelenk
s (Myarthropathie),
um zwei Beispiele zu nennen. Diese Gesichtschmerzen werden dann als se
kundär oder sym
ptomatisch bezeichnet.
Systematik der primäre
n
Gesichtsschmerzen
(chronische):
Die einzelnen Erkrankungen
(in gleicher Reihenfolge)
Id iopathische
Trigeminusneuralgie:
Das charakteristische
Schmerzbild ist gekennzeichnet durch anfallsartige
Schmerzattacke
n mit maximaler Stärke und überwiegend kurzer Dauer (Sekunden). Der
Schmerz bereich deckt sich
mit dem Ausbreitungsgebiet des betroffenen
Nerven
astes.
Ein
Schmerzanfall kann
auch durch physiologische, taktile
(= den Tastsinn betreffende),
thermische oder propriozeptive
(= den Eigenreflex betreffende)
Reize ausgelöst werden. Häufige Triggermechanismen
(= Auslösemechanismen)
sind Kauen, Sprechen oder bestimmte Gesichtsbewegungen, die
Berührung
bestimmter Hautareale, die Einwirkung von Wasser oder generell Kälteexposition.
Meistens sind Triggerpunkte bzw. Triggerzonen identifizierbar. In der Regel
treten die
Schmerzattacken
streng einseitig auf (5% beidseitig) und überwiegend im 2. und 3. Ast (ca. 4% 1.
Ast) (Thoden 1987). Die Beschwerden treten oft periodisch auf,
schmerzfreie Intervalle sind häufig. Manchmal gehen die Attacken bei diesen
Gesichtsschmerzen auch in äußerst schmerzhafte längere Salven
über.
Bei stärksten Schmerza
ttacken treten Zuckungen der
Gesichtsmuskulatur hinzu (Tic doulou
reux). Im Anfall ist die betroffene
Gesichtspartie meist leicht gerötet, bedingt durch den
Schmerz kann
Tränensekretion ausgelöst werden, was dann oft zur Verwechslung mit der
Bing-Horton-Neuralgie
(Clusterkopfschmerz)
führt, besonders wenn der 1. Ast betroffen ist. Im Unterschied zum
Bing-Horton-Kopfschmerz
(auch als
Erythroprosopalgie
bezeichnet) treten die Attacken meist nur am Tage auf.
Bei der körperlichen Untersuchung sind die zugehörigen Nervenaustrittspunkte oft
druckschmerzhaft (bei ca. 60%). Das weibliche Geschlecht und Patienten jenseits
des 40. Lebensjahres erkranken häufiger.
Diagnostik: Ausführliche Anamneseerhebung (Schmerzanamnese)
(= Vorgeschichte),
neurologische Untersuchung, bei unklaren Befunden (z.B. neurologische Defizite)
zusätzlich Röntgenaufnahme der Schädelbasis und CT, u.U. auch
Kernspintomographie sowie Liquordiagnostik
(= Hirnwasseruntersuchung).
Medikamentöse Schmerzbehandlung der
Trigeminus-Neuralgie:
Als (kostenorientiertes) Mittel der
Wahl gilt Carbamazepin (z.B. Tegretal®,Timonil®). Die Dosierung soll langsam
einschleichend erfolgen (600 bis 1500 mg). Carbamazepin darf nicht abrupt
abgesetzt werden, sondern langsam ausschleichend über mindestens 10 Tage. Allzu
schnelle Dosisreduktion oder abruptes Absetzen führen meist zu heftigsten
Schmerzattacken. Bei ungenügender Wirkung von Carbamazepin können 300-400 mg
Phenytoin (z.B. Zentropil®), Lamotrigin (Lamictal®) oder 3-8 mg Clonazepam (z.B.
Rivotril®) versucht werden.
Gute bis sehr gute Resultate sahen wir unter einer Therapie mit Gabapentin
(z.B. Neurontin®), gleiches gilt für Pregabalin (Lyrica®), allerdings sind diese
Mittel deutlich teurer.
Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das
zentral wirksame Muskelrelaxans Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= im Gehirn / Rückenmark
wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) versucht werden. Die
Dosierung erfolgt einschleichend, z.B. Beginn mit 3x5 mg/d. In Kombination mit
Antikonvulsiva sollte eine Tagesdosis von 90mg nicht überschritten werden (Steardo
et al. 1984). Die Höchstdosierung gibt der Hersteller allerdings mit nur 75
mg an.
In der Regel sind bei diesen
Gesichtsschmerzen peripher wirksame
Analgetika
(=
Schmerzmittel) ohne Nutzen,
zentral wirksame allenfalls in hoher Dosierung (Gefahr einer
Abhängigkeit). Hin und wieder sahen wir einen
schmerzlindernden Effekt bei der Gabe eines Gemisches aus Uridin- und
Dinatriumsalzen (Keltican®). Dosierung: 2mal tgl. 1-2 Kps. zusätzlich
2mal wöchentlich eine i.m.-Injektion.
Bei stärksten
Schmerzanfälle
n mit statusähnlichem Charakter hat sich die Verabreichung von
Phenytoin (z.B. Epanutin®) als Kurzinfusion bewährt.
Zur Schmerztherapie hat sich bei diesen
Gesichtschmerzen auch die
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) (Leser
et Hefermann 1989) sehr bewährt. Dabei werden je nach individueller
Wirkzeit 2-3 x täglich die betroffenen Gesichtsnerven an ihren Austrittspunkten
(Foramen supraorbitale, infraorbitale oder mentale) mit ca. 1 ml
Bupivacain 0,5%
(z.B.
Carbostesin®)
blockiert und die im Anfall dominanten Schmerzareale und Triggerzonen
flächenhaft mit ca. 2-3 ml Bupivacain infiltriert.
Eine Leitungsanästhesie (Leitungsblockade)
der Ner
ven maxillaris und mandibularis kann durch die
Incisura mandibulae
(= Einschnitt im
Unterkiefer,
nahe am
Kiefergelenk) hindurch mit jeweils ca. 2-3 ml Bupivacain (0,5%) erfolgen. Unter dieser
konsequenten, täglichen Therapie kann dann eine bestehende Carbamazepin-
Medikation langsam ausschleichend reduziert werden, ohne daß heftige
Schmerzanfälle
auftreten.
Neurochirurgische
Interventionsmöglichkeiten bei Trigeminusneuralg
ie:
Diese sollten bei diesem
Gesichtsschmerz
nur dann zum Einsatz kommen, wenn medikamentöse Behandlungsversuche erfolglos
bleiben. Nachteil der Elektrokoagulation
(= elektrische „Verkochung“)
des Gangl
ion Gasseri
ist die relativ hohe Rezidivquote
(= Rückfallrate).
Eine gefürchtete Komplikation ist eine
Nervenläsion
(= Funktionsstörung) des ophthalmicus
(bis hin zur Erblindung). Durch Thermo- oder Kryokoagulation des Gangl
ion Gasseri
treten insgesamt deutlich weniger Nebenwirkungen auf. Schmerzrezidive werden
allerdings auch bei dieser Methode mit 5-20 % angegeben (Siegfried
1977).
Retroganglionäre Wurzeldurchtrennungen, Traktotomie oder Thalamotomie
werden heute kaum mehr durchgeführt (Moebius et al. 1989). Obsolet
(= veraltet)
sind Exhairese
(= herausziehen)
oder Alkoholinjektionen peripherer Trigeminusäste (Diener et al. 1994).
Insgesamt gesehen hat sich in den letzten Jahren eine zunehmende Zurückhaltung
bei der Indikationsstellung zur operativen Behandlung durchgesetzt (Ausnahme:
Operation nach Janetta). Nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen haben sich bei
diesem Beschwerdebild nicht oder nur ungenügend bewährt.
Persistier
ende idiopath
ische Gesichtschmerzen
(A
typische
Gesichtsschmerzen)
Dieser Begriff bezeichnet
Gesichtschmerzen,
die zwar vorwiegend im Bereich des Trigeminus, jedoch nicht streng paroxysmal
(= anfallsartig)
auftreten. Die Schmerzregion ist in der Regel nicht mit dem
Ausbreitungsgebiet des mutmaßlich betroffenen Nervenastes identisch, nicht
selten sind auch beide
Gesicht
shälften betroffen. Es sind keine deutlichen Triggermechanismen
(= Auslösemechanismen)
vorhanden, weshalb auch Triggerzonen meist fehlen.
Überwiegend klagen die
Patienten über
Dauerschmerzen bzw.
länger anhaltende Schmerzsensationen, die sich aber auch anfallsartig verstärken
können. Manchmal liegen psychische Überlagerungen vor (z.B. depressive
Verstimmung, psychovegetative Labilität, neurotische
Verhaltensstörungen).
Oft ist die körperliche Untersuchung völlig unauffällig. Teilweise sind
die korrespondierenden NAP
(= Nervenaustrittspunkte) (Foramen
supraorbitale, infraorbitale und mentale) druckdolent
(= druckschmerzhaft).
Die Beschreibung der
Schmerz
qualität ist uneinheitlich, teilweise wird brennend angegeben, teilweise
dumpf und drückend.
Zur Therapie können bei a typischen Gesichtsschmerzen wie
bei der id
iopathischen
Trigeminusneuralgie
Antikonvulsiva (=
krampflösende Mittel)
(z.B. Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin) versucht werden, allerdings
fällt die Erfolgsquote geringer aus. Ähnliches gilt für die Verordnung von
Baclofen, auch in Kombination mit einem Antikonvulsivum
(= eigentlich ein Mittel gegen
die Fallsucht, aber auch gegen bestimmte
Schmerzen wirksam).
Aus unserer Sicht heraus sind bei atypischen
Gesichtschmerzen das Mittel der Wahl
eher
Antidepressiva. Vereinzelt sprechen die Beschwerden auf einfache
Schmerzmittel wie ASS oder Paracetamol an.
Manchmal hilft auch ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®).
Tri- oder tetrazyklische
Antidepressiva
eignen sich auch zur Prophylaxe
(= Vorbeugung) bei einem
episodenhaft auftretenden atypischen
Gesich
tssch
merz.
Zufriedenstellend wirksam ist die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) (z.B.
Bupivacain 0,25-0,5%). Dabei werden 2-3 x täglich die betroffenen
Gesicht
s
nerven an ihren
Austrittspunkten (Foramen supraorbitale, infraorbitale oder mentale) blockiert
und das dominante Schmerzareal flächenhaft infiltriert
(Leser et Hefermann
1989, Bad Mergen
theim).
In hartnäckigen Fällen kann auch bei dieser Indikation die engmaschig
wiederholte Durchführung von
Ganglion stellatum -Blockaden
(= Betäubungen einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
in engmaschiger Abfolge versucht werden, gleiches gilt für das Ganglion
cervicale superius
(vegetativen Schaltstelle im
Gaumen
bereich), bei diesem wird aber statt
einem
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
z.B. Buprenorphin verwendet.
Physikalische
Therapiemaßnahmen wie Wärme- oder
Kälteapplikation, aber auch transkutane Nervenstimulationen können bei a typischen
Gesichtsschmerzen (chronischer) zur Linderung beitragen.
Operative Verfahren ((Elektrokoagulation
(= elektrische „Verkochung“)
des Gangl
ion Gasseri oder Thermokoagulation))
sollten nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn höhergradige psychische
Überlagerungen auszuschließen sind.
Psychologische Interventionen: Hauptsächlich Entspannungstechniken und
Schmerzbewältigung.
Intermedius-Neuralgie
(IN):
Diese
Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch streng einseitige,
attackenförmig lanzierende
Schmerzen im
Bereich des äußeren Gehörgangs mit Ausstrahlung in die Tiefe des
Ohr
es, zum
Gesicht,
bis hin zum
Gaumen dach und
Oberkiefer. Häufig
strahlen die
Gesichtschmerzen auch nach dorsal bis zum
Nacken aus. Oft
gesellt sich eine Hypersekretion
(= Überfunktion) der
Speicheldrüsen dazu.
Neben der primäre
n gibt es auch eine symp
tomatische (=
als Krankheitsfolge)
Form bei Zost
erinfektion des Gangl
ion geniculi, wobei auch eine
Fazialisparese (=
Gesichts
muskel
lähmung)
auftritt.
Die Therapie bei der Intermedius-
Neuralgie
besteht in der Verordnung von Antikonvulsiva
(= Mittel gegen das
Krampfleiden) (Carbamazepin,
Gabapentin oder Pregabalin).
Erfolgversprechend ist auch eine Serie von
Stellatumblockade
n
(= Betäubung einer vegetativen
Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
oder auch Blockaden des Gangl
ion cerv
icale super
ius
(= vegetative Schaltstelle im
Rachen).
Glossop haryngeus-Neu ralgie:
Diese
Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch streng einseitige
paroxysmal (=
anfallsartig) einschießende, heftige
Schmerzsensationen, die vorwiegend im Bereich des
Rachen
s, des weichen
Gaumen
s und des
Zunge
ngrundes auftreten, manchmal auch mit Ausstrahlung zum
Ohr hin oder in die
Zähne.
Eine weitere Ähnlichkeit mit der
Trigeminusneuralgie
besteht darin, daß oft Triggermechanismen
(= mechanische Schmerzauslösung z.B. bei bestimmten
Mund
bewegungen) im
Schmerzbereich vorliegen.
Die Diagnose ist einfach, wenn durch Spateldruck in der Tonsillenregion
(= Mandelregion)
eine typischer
Schmerzanfall
ausgelöst werden kann. Teilweise geben die Patienten an, daß auch durch Gähnen
oder ausgedehnte Zungenbewegungen Attacken ausgelöst werden können.
Synkopen (= kurze
Bewußtlosigkeit)
und Herzstillstände sind beschrieben,
dürften jedoch äußerst selten sein.
Manchmal strahlen die
Gesichtschmerzen
zum Mastoid (=
Knochen
hinter dem
Ohr) aus, was zur
Verwechslung mit der
In
termedius-Neu
ralgie führen kann. Wie bei der
Trigeminusneuralg
ie kommen auch schmerzfreie Intervalle vor.
Therapeutisch gilt bei der
Glossopharyngeusneuralgie
als Mittel der Wahl wieder Carbamazepin, einschleichend bis 1500mg/d, oder
besser noch Gabapentin bzw. Pregabalin.
Hilfreich, vor allem wenn die Attacken nicht so häufig auftreten, ist auch eine
Oberflächenanästhesie im hinteren
Rachenbereich mit
2%igem Xylocain® (=
ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel)
in Sprayform. Mittels des langen und dünnen Auslaßröhrchens können die einzelnen
Hübe ziemlich genau in den Triggerbereichen plaziert werden. Der Patient kann
die Anwendung ohne weiteres vor dem Spiegel erlernen. Bei einer solchen
Selbstmedikation muß wegen der Gefahr der Überdosierung die Anzahl der
Einzelhübe und der möglichen Gesamthübe eines ganzen Tages vorgeschrieben
werden. Da gerade im Schleimhautbereich mit einer raschen und zuverlässigen
Resorption gerechnet werden muß, ist diese Unterweisung besonders sorgfältig
durchzuführen.
Bei diesen Gesichtsschmerzen (primäre) kann auch eine
wiederholte Infiltrationsanästhesie mit
Bupivacain 0,5%
(= langwirkendes örtliches
Betäubungsmittel) versucht werden.
Der Einstich erfolgt am oberen bzw. ventralen Rand des vorderen Gaumenbogens,
ca. 1-2cm neben der Medianlinie. Die Schwierigkeit dieser Injektion besteht
darin, daß die Glossopharyngeusneuralg
ie insgesamt recht selten auftritt und deshalb Übung in der Handhabung
dieser Injektionstechnik selten erreicht wird. Außerdem ist die
Injektionsbehandlung für den betroffenen Patienten in der Regel so schmerzhaft,
daß sie nicht wie bei der
Trigeminusneuralgie
über 10-14 Tage hinweg 2x täglich durchgeführt werden kann.
Eine gute Therapiemöglichkeit bietet die Blockade des
Ganglion stellatum
(= eine Schaltstelle des
unwillkürlichen Nervensystems im seitlichen Halsbereich)
oder auch des Gangl
ion cervicale superius
(= eine Schaltstelle des
unwillkürlichen Nervensystems im Rach
enbereich).
Die wiederholte Instillation von Procain, wie sie auch in neueren
Veröffentlichungen noch propagiert wird, muß zugunsten der langwirkenden
Lokalanästhetika aufgegeben werden.
Vor neurolytischen (=
nervenzerstörenden)
Blockaden ist wegen der Gefahr der
Nekrosebildung (=
örtlicher Gewebstod)
und nachfolgender Infektion dringend zu
warnen. Nach Janetta (1967) können die neuralgischen Beschwerden durch
eine Kompression des
Nerven
durch die A. vertebralis
(= Schlagader an der Wir
belsäule) entstehen, wobei sich
eine operative Dekompression anbietet.
La ryngeus-su perior-Neu ralgie:
Diese
Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch heftige, attackenförmige
Beschwerden, die in der Regel sekundenlang (bis zu 2 Min) anhalten.
Die Beschwerden werden hauptsächlich im seitlichen Kehl
kopf
bereich verspürt, nicht selten aber dominieren die Ausstrahlungen zum
Unterkiefer (Kiefer
winkel) bis zum
Ohr
läppchen oder
Gaumen und geben
dann zur Verwechslung mit der Glossopharyngeus-Neuralgie Anlaß. Es bilden sich
typische Triggermechanismen (= Auslösemechanismen)
wie Schlucken, Sprechen, Husten oder starkes
Gähnen aus.
Wie bei der Trigeminusneuralg
ie sind im Langzeitverlauf auch
schmerzfreie Intervalle möglich. Die Beschwerden treten streng einseitig auf.
Der Nerv entstammt dem N. vagus
(= ein sog. Hirnnerv). Er tritt
seitlich durch die Membrana thyroidea hindurch, wo er einer örtlichen Betäubung
mit einem
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
zugänglich ist. In hartnäckigen Fällen wird man sich zu
Stellatumblockade
n
(= Betäubung einer vegetativen
Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) entschließen.
Ansonsten gilt als Mittel der Wahl ebenfalls Carbamazepin. Gabapentin
oder Pregabalin helfen öfters besser, sind aber auch teurer.
Cluster-Kopfschmerz
-
ähnliche
Schmerzsyndrome
(CKä)
Neuralgie des Ganglion
pterygopalatinum (Sluder-Neuralgie):
Diese Gesichtsschmerzen sind charakterisiert durch
längerdauernde Attacken (bis zu 20 min, selten länger) die sowohl am Tage als
auch in der Nacht auftreten können.
Betroffen ist einseitig die Orbita (= Augenhöhle),
der innere Augenwinkel und die
Nase
nwurzel, oft mit Ausstrahlungen zum
Oberkiefer,
Rachen
und
Ohr.
Als charakteristisch gilt ein anfallsartiger heftiger Niesreiz (Soyka
1989). Wie bei der Cluster-
Neuralgie tritt
häufiger Tränen- und
Nase
nfluß auf.
Oftmals läßt sich das Schmerzbild als
Cluster-Kopfschmerzen
und
Zervikal-Syndrom
auflösen, so daß die Sl
uder-
Neuralgie als
eigenständiges Syndrom umstritten ist (Thoden 1987).
Nasociliaris-Neuralg
ie
(Charlin-Syndrom)
(CS)
Der Nervus nasociliaris ist
ein sensibler Ast des N. ophthalmicus, der mit seinem Endast (N.
infratrochlearis) die Unterlidschleimhaut sensibel versorgt.
Die einseitig auftretenden
Schmerzen ist
gekennzeichnet durch unterschiedlich lang anhaltende
Schmerzattacken im
Bereich des inneren Augenwinkels mit regelmäßiger Ausstrahlung zur Orbita
(= Augenhöhle) und zum
Nase
n
rücken. Während des
Schmerzanfall
s kommt es oft zu einer Rötung und verstärkten Schweißsekretion im
Bereich der schmerzseitigen
Stirn
hälfte. Triggermechanismen
(= mechanische Schmerzauslösung z.B. bei bestimmten
Mund
bewegung
en)
sind beschrieben. Am Auge können entzündliche
Veränderungen vorhanden sein.
Die Therapie orientiert sich an der des
Cluster-Kopfschmerzes.
Besonders zu empfehlen ist die intranasale
(= in die Nas
e) Oberflächenanästhesie mit z.B.
Xylocain-Spray®2%
(= ein mittellang wirkendes
örtliches Betäubungsmittel). Hilfreich sind oft
auch Infiltrationen im Gebiet des Gangl
ion ciliare mit einem langwirkenden
Lokalanästhetikum oder Stel
latumblockaden
(= Betäubungen einer
vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich).
Neck-Tongue-Syndrom (Nacken-Zungen-Syndrom)
(NZS)
Der Vollständigkeit halber
muß unter "Gesichtsschmerzen" auch dieses Schmerzbild
aufgeführt werden (Schmerz
im
Nacken und in der
Zunge), ebenso auch
das seltene
SUNCT-Syndrom
(SUNCT
steht für: short-lasting unilateral neuralgieform headache
attacks with conjunctival injection and tearing).
Bei dieser Erkrankung kommt es zu 15 bis 120
Sekunden lang anhaltenden, einseitigen
Schmerzattacken um
das Auge herum, und damit also auch im Gesicht, begleitet von konjunktivaler
Injektion (=
Sichtbarwerden feiner Blutgefäße im Auge als Folge von Blutfülle),
Lakrimation (= Tränenfluß) und
Nase
nträufeln. Zusätzlich besteht ein gleichseitiges
Gesicht
sschwitzen, das aber meist nur gering ausgeprägt ist. Auch kann es zu
einem Lidödem (=
Schwellung des Augenlides infolge einer Flüssigkeitsansammlung)
kommen.
Die heftigen
Schmerzen können
bis zu 200 mal pro Tag auftreten. Das Krankheitsbild zeigt typischerweise einen
episodischen Verlauf mit Remissionen
(= vorübergehendes Nachlassen der Krankheitszeichen, ohne daß
eine Genesung eintritt) von Monaten
bis Jahren.

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Aktualisiert: >25.03.2007</>
kusB
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Algurie,
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(2), Armneuralgie,
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Durchblutungsstörungen,
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Armschmerzen (http://www.armschmerzen.eu),
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Calcaneodynie,
Cephalgie (http://www.cephalgie.eu),
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aktualisiert: >25.03.2007</> k u <strong>primäre</strong>
<strong>Gesichtschmerzen</strong>
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